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Creative Creatures

Von Digital First bis Classic Pharma

20 JAhre ANTWERPES Fluxkompensator

Genauso lange wie Katrins Start bei antwerpes ist es her, dass die Olson Brothers aus Dänemark den ESC in Stockholm gewannen – im Jahr 2000 mit „Fly on the Wings of Love“. Vom Digitalen zur klassischen Pharma – Katrin hat einige Stationen durchflogen, in Teilzeit Agentur-Hits geliefert, und bringt mit ihren Kampagnen vielleicht sogar eines Tages den Vorstand zum Tanzen.


 

Michael: Katrin, herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren antwerpes! Deine Zeit bei uns begann mit dem Jahrtausendwechsel. Die einen erwarteten den Weltuntergang, während andere ins Jubeljahr aufbrachen.
Mit welcher Stimmung bist Du im Jahr 2000 bei antwerpes gestartet?
Katrin: Ich hatte einen super fröhlichen Wechsel in das neue Jahrtausend und die gute Stimmung hielt an, bis zu meinem antwerpes-Start im Sommer (lacht). Aber im Ernst: Ich war sehr gespannt und habe mich total auf meinen Einstieg in die digitale Welt gefreut. Ich kam ja aus einem völlig anderen Bereich, der klassischen PR, und war richtig in Aufbruchstimmung!
Michael: Wie haben sich für Dich die Dinge entwickelt?
Katrin: Wie Du Dir vorstellen kannst, ist nichts mehr beim Alten. Aber: Anders als vermutet. Ich bin nach dem Start im Digitalen jetzt in der Pharma Classic angekommen. Zu Beginn meiner antwerpes-Laufbahn hatte ich ja noch gar keine Berührungspunkte mit Pharma, da ich in der Digital Unit gestartet bin und mit dem damaligen Team die Aral-Websites betreut habe. Später dann auch die Website für eine Krankenkasse. Aber so richtig medizinisch wurde es erst, als ich für die ersten digitalen Besprechungsunterlagen für den Pharma-Außendienst zuständig wurde. Man kann sich das gar nicht mehr vorstellen, aber damals gab es noch keine iPads. Und mit den etwas komplizierten Vorläufern der Tablets war es noch eine riesige Hürde für die Sales Teams, die Besprechungen zu führen …
Der größte Wandel kam für mich dann mit meinem Wechsel ins Campaigning. Ich kam gerade aus meiner dritten Babypause zurück und sollte den Launch eines neuen Produkts im Bereich der Hämatologie begleiten. Da waren sie alle, die ganzen Standards, die auch heute oft noch dazu gehören: Adaption einer internationalen Kampagne, Besprechungsunterlage, Produktmonographie, Dosierungs-Tool, Studienmappe, Patientenmaterialien usw..
Michael: Du persönlich denkst bei antwerpes also immer an „Digital First“. Jetzt bist Du im Campaigning angekommen. Auf so einer beeindruckenden Reise erlebt man sicher einiges: All die Projekte, Pitches und Partys. Sind dir welche besonders in Erinnerung geblieben?
Katrin: Puh – da gibt es total viele! Fangen wir mal bei den Projekten an. Da gab es zum Beispiel die immer total kreativen Besprechungsfolder für unseren Kunden Desitin in Hamburg. Die Kampagne, die wir für deren Parkinson Präparat Clarium entwickelt hatten, war total charmant und echt auffällig. Da war jeder Folder was Besonderes – mit tollen Stanzformen und Mechanismen, die die jeweilige Aussage perfekt unterstrichen.
Bei den Pitches erinnere ich mich noch sehr gut an unser erstes gemeinsames Ding: Wir haben in München zum Thema Osteoporose präsentiert. Im Vorfeld warst Du super nervös und hast mich echt ganz schön angesteckt. Im Endeffekt lief aber alles super rund, und wir haben den Job bekommen.
Tja, und die Partys – jedes Mal ein echtes Highlight bei antwerpes. Ich bin immer noch großer Fan von unserer ersten Sommer-Party auf den Hängen des Westerwaldes. Es war so eine tolle und entspannte Stimmung – neben leckerem Essen und cooler Musik haben wir auf der großen Wiese viele Spiele gespielt. Das war richtig schön.

Michael: Viele schöne Momente – aber daran, jemals nervös gewesen zu sein, kann ich mich mal überhaupt gar nicht erinnern. Vor allem nicht mit Dir an der Seite. Aber an die Olson Brothers, die vor 20 Jahren den ESC mit „Fly on the Wings of Love“ gewannen. Warum bist Du solange bei antwerpes mitgeflogen? Aus Liebe zum Healthcare-Marketing? 

Katrin: Ein bisschen schon! Ich entwickele nach wie vor einfach gerne Kampagnen. Und es ist toll, wenn die Produkte ein paar Vorteile oder Besonderheiten haben, die man in den Mittelpunkt stellen kann. Aber es hat auch private Gründe. Wie ich eben erwähnte, bin ich Mutter von drei Kindern und antwerpes ist von Anfang an total gut auf meine Bedürfnisse eingegangen, was meinen Wunsch nach Teilzeit angeht und meine Anforderungen an gewisse Freiräume. Das war immer sehr fair.

Michael: Kampagnen entwickeln ist ja fast wie Kinder großziehen. Schön, dass beides gleichzeitig funktionieren kann. Jetzt hast Du Dich vom „Supergirl“, wie ein anderer bekannter Hit aus dem Jahr 2000 heißt, zur Powerfrau entwickelt. Welcher Hit könnte Dich die nächsten 20 Jahre bei antwerpes begleiten?

Katrin: Oh Gott, weitere 20 Jahre – das ist ein Zeitraum, den ich mir kaum vorstellen kann, aber wer weiß …
Mit dem Hit tue ich mich etwas schwer – es müsste auf alle Fälle etwas total Fröhliches und Lebensbejahendes sein – wie zum Beispiel „La Prima Estate“ von Erlend Øye.
Dazu könnte der Vorstand auf dem nächsten Sommersfest tanzen. Das wäre mein Traum!

Michael: Wer weiß, was Du schon alles geleistet hast, hätte jetzt vielleicht ein anderes Lied erwartet. Aber du bist eben sehr vielseitig. Auf jeden Fall hast Du Dir hohe Ziele gesteckt – den Vorstand zum Tanzen zu bringen … Ich schaue mal, was sich da machen lässt. Wenn uns jemand mit dem perfekten Pitch dazu überzeugen kann, dann wohl Du.