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Social TV- Vom Fan zum Regisseur

Immer mehr Menschen schauen sich ihre Lieblingssendungen online an. Darauf reagieren vor allem die privaten Fernsehsender mit zahlreichen Angeboten. Neben der Möglichkeit sich Episoden zu jeder Tag- und Nachtzeit anzuschauen, werden die fiktiven Fernsehwelten zunehmend mit Social Media Angeboten verknüpft. Das sogenannte „Social TV“ stellt dabei eine Art virtuelles Wohnzimmer dar, in dem die Zuschauer sich mit anderen Fans über die Formate austauschen und Einfluss auf den Verlauf der Geschehnisse nehmen können.

Pro Tag besuchen mehr als 4,8 Millionen Fans die 64 Facebook-Seiten der ProSiebenSat.1-Fernsehfamilie. Bereits Wochen vor Erstausstrahlung neuer Sendeformate bereitet ProSiebenSat.1 Digital die Zuschauer über eigene Websites und soziale Plattformen auf den Sendestart vor. Wenn das Format anläuft werden die Zuschauer mit allen möglichen Informationen und Interaktionsmöglichkeiten rund um ihre Lieblingsserie versorgt.

Bei der auf Sat.1 gezeigten Telenovela „Anna und die Liebe“ konnten die Zuschauer sogar Einfluss auf das Drehbuch nehmen. Zehn Folgen wurden zuerst nur fürs Web gedreht. Die Fans durften dabei online Regieanweisungen geben und so in den Verlauf der Serie aktiv eingreifen. Die Zuschauerwünsche flossen dann in die TV-Ausstrahlung ein.
(http://www.facebook.com/#!/annaunddieliebe?sk=app_104840019615010)

Auch RTLII setzt seit Anfang diesen Jahres mit zehn Profilen bei Facebook auf Social TV. Seit zwei Monaten läuft die Vorabend-Dokusoap „Berlin – Tag & Nacht“ und hat jetzt schon mehr als 330.000 Fans auf ihrer Facebook-Seite. Das Facebook-Profil ist dabei integraler Bestandteil der Inszenierung rund um die Achter-WG aus Berlin. Die aus Sicht der Bewohner geschriebenen Posts thematisieren die neusten Ereignisse aus dem WG-Leben oder teasern wichtige Ereignisse der nächsten Episode an. Fans der Dokusoap können direkt mit den WG-Charakteren kommunizieren. Persönliche Fotos und Videos der Mitbewohner schaffen eine noch größere Nähe. (http://www.facebook.com/#!/BerlinTN)

Man kann von Serienformaten wie „Anna und die Liebe“ und „Berlin – Tag & Nacht“  halten was man möchte. Absprechen kann man den Sendern aber nicht, dass sie mit dieser Verknüpfung aus „alt TV“ und Social Media den Fans eine neue spannende Möglichkeit bieten am fiktiven Leben ihrer Idole teilzuhaben.