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Trendscout

Social Media-Trends 2017: Was dieses Jahr wichtig wird

Der Kampf um aktive User und das Advertising-Budget von Unternehmen hat unter den Platzhirschen des Social Web im vergangenen Jahr neue Dimensionen erreicht. Nahezu im Wochentakt wurden neue Content-Formate, Design-Anpassungen, Advertising-Möglichkeiten oder Programmierschnittstellen geschaffen, um die kritische Balance zwischen guter User Experience und attraktiver Content-Marketing-Plattform zu meistern.


Für Healthcare-Unternehmen ist Social-Media-Kommunikation inzwischen absoluter Standard. Die ständigen, dynamischen Verschiebungen in den Benutzeroberflächen der Netzwerke und Anpassungen von Algorithmen, wenn es um die Relevanz von Content geht, erfordert von Unternehmen allerdings ein agileres Social Media-Management als je zuvor.

Diese Social Media-Trends sollten Sie 2017 daher im Auge behalten.

Live Video

Neben den klassischen Videoportalen wie YouTube oder Vimeo bieten auch andere Soziale Netzwerke seit geraumer Zeit ihre eigenen Video-Features an. Die Bandbreite reicht dabei von Kurzformaten wie Snapchat- oder Instagram-Stories bis hin zu Liveübertragungen auf Periscope (Twitter) oder Facebook Live. Die Möglichkeiten, kurze Videosnippets oder Livemitschnitte in die Content-Strategie zu integrieren, werden weiterhin wachsen. Unternehmen können diese für eigene Werbeinhalte, Live-Events oder sogenannte „Takeover“ von eigenen Markenbotschaftern zum Reichweitenausbau nutzen.

Vor allem auf Facebook hat sich gezeigt, dass organische Reichweiten bei Live-Übertragungen um ein vielfaches höher sind als bei herkömmlichen Videolinks. Daraus kristallisiert sich ein klarer Trend, umfangreicheren Website-Content auf mehrere zusammenhängende Videoformate zu „übersetzen“ und so die relevante Zielgruppe schneller einzufangen und weiterzuleiten. Dabei siegt Form nicht über Inhalt: Eine gute redaktionelle Planung der Videostories ist hier entscheidender als eine professionelle Videoqualität – auch im Umfeld von Netzwerken wie Snapchat und Instagram, die ein hohes Grundrauschen von kurzlebigem Content aufweisen.

Social Bots & Messaging

Die Integration von Social Bots hat sich bereits für die Social Media-Präsenz vieler Branchen wie Tourismus, Telekommunikation oder Kosmetik bewährt. Im Kern werden hier kleine automatisierte Programme genutzt, um die Zielgruppe über die ohnehin extrem häufig benutzten Messenger-Apps anzusprechen und mit Informationen zu versorgen. Besonders im Facebook-Messenger bietet sich für Unternehmen die Gelegenheit, den User Support zu verbessern, bei bestimmten Informationsbedürfnissen direkt auf die richtigen Seiten zu führen oder komplette Medieninhalte aus der Messenger-App abspielen zu lassen. Im WhatsApp-Messenger sind die Möglichkeiten dahingehend (noch) eingeschränkt. Allerdings wird die App bereits als Broadcast-Dienst genutzt, der hinsichtlich Reichweite als eine effektivere Variante zum klassischen E-Mail-Newsletter gesehen werden kann. Durch die starke Verkürzung der Klickwege zu relevanten Inhalten und die wachsenden Möglichkeiten für Unternehmen, die Benutzeroberfläche individuell anzupassen, haben Messenger-Apps mittelfristig das Potenzial ganze Landingpages zu ersetzen.

Social Listening

Social Listening kann grob als „Big Data des Onlinedialogs“ bezeichnet werden. Für eine schnelle Übersicht darüber, wer in welcher Weise und in einem bestimmten Kanal über eine Marke, ein Produkt oder relevante Themenbereiche kommuniziert, sind softwaregestützte Sentiment-Analysen immer wichtiger. Die generierten Daten geben nicht nur wertvolle Insights über die Zielgruppen, sondern können – noch bevor eine Kampagne geplant wird – ungenutzte Potenziale in sozialen Netzwerken oder für bestimmte Themenbereiche aufzeigen. Der Healthcare-Sektor zieht aus einem fortlaufenden, automatisierten Monitoring ganzer Indikationsbereiche einen besonderen Vorteil, da Patientendialoge in speziellen Communities häufig sehr intensiv und ausführlich stattfinden und deren händische Auswertung sehr zeitaufwändig ist.

Social Listening

Social Listening kann grob als „Big Data des Onlinedialogs“ bezeichnet werden. Für eine schnelle Übersicht darüber, wer in welcher Weise und in einem bestimmten Kanal über eine Marke, ein Produkt oder relevante Themenbereiche kommuniziert, sind softwaregestützte Sentiment-Analysen immer wichtiger. Die generierten Daten geben nicht nur wertvolle Insights über die Zielgruppen, sondern können – noch bevor eine Kampagne geplant wird – ungenutzte Potenziale in sozialen Netzwerken oder für bestimmte Themenbereiche aufzeigen. Der Healthcare-Sektor zieht aus einem fortlaufenden, automatisierten Monitoring ganzer Indikationsbereiche einen besonderen Vorteil, da Patientendialoge in speziellen Communities häufig sehr intensiv und ausführlich stattfinden und deren händische Auswertung sehr zeitaufwändig ist.

Augmented Reality & Gamification Modelle

Das Massenphänomen „Pokémon Go“ hat den Trend bestätigt: Immersive Spielewelten werden immer stärkeren Einzug auf mobile Endgeräte (aller Altersklassen) haben und damit auch eine völlig neue Verkaufsplattform schaffen. Darüber hinaus wächst der Bereich „Game Design“ auch im Kontext von Social Media-Kampagnen stetig. Community Challenges wie Quizduelle oder die Dokumentation messbarer Bestleistungen (z.B. im Rahmen von Therapietreue) sind ein wirkungsvolles Instrument, um das Engagement der Zielgruppe langfristig zu sichern, Community-Building innerhalb von Patienten-/Betroffenengruppen zu fördern und damit den eigenen Markenwert positiv zu besetzen.

Tom Oelschläger ist Teil des antwerpes Social Media-Lab mit Fokus auf data-driven Social Media-Marketing und Digital-Marketing-Trends. Bei der Optimierung von Social Media-Strategien im Healthcare-Bereich konzentriert er sich vor allem auf Sentiment-Analysen, Community Management und KPIs für Conversion-Rates.