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Schreiben im Social Web: Die wichtigsten Grundregeln

Das Web und Social Media platzen vor Informationen und die meisten Inhalte finden kaum Beachtung. Als Unternehmen in den einzelnen Netzwerken trotzdem aufzufallen, ist keine Kunst, sondern ein Handwerk, das klaren Regeln folgt. Worauf sollten Social Media Manager bei der Redaktionsplanung achten?


Facebook veröffentlichte kürzlich die Zeitspanne, wie lange User durchschnittlich auf einzelnen Beiträgen verweilen: 1,7 Sekunden. Die Kürze der Aufmerksamkeitsspanne gilt sicherlich grob auch für die anderen großen Netzwerke wie Instagram oder Twitter. Social Media Manager müssen daher genau überlegen, wie sie den User in dieser Zeit catchen. Der Erfolg der eigenen Posts hängt dabei von einigen Grundregeln ab, die wir für die großen Drei – Facebook, Instagram und Twitter – zusammenfassen.

Facebook: In der Kürze liegt die Würze

Für das Schreiben auf Facebook gilt die Faustregel: Je kürzer, desto besser. 80 Prozent der User nutzen das Netzwerk mobil, auf den ersten Blick sichtbar sind dann ohnehin nur zwei Zeilen. Der Teasertext sollte zudem aufmerksamkeitsstark, informativ, einfach und pointiert geschrieben sein und im besten Fall einen Call-to-Action enthalten.

Oft hören wir die Frage nach der richtigen Ansprache: Duzen oder Siezen? Weil Facebook ein Netzwerk ist, über das Unternehmen mit der Community auf Augenhöhe kommunizieren, ist die Du-Ansprache das Mittel der Wahl. Allerdings gibt es auch gelungene Gegenbeispiele, wie zum Beispiel die Sparkasse, die ihre Kunden auf Facebook siezt. Das ist durchaus authentisch, wichtig ist nur eine klare Linie.

Bei aller Perfektion in der Ansprache ist aber vor allem das Bildmaterial entscheidend – nur wenn es überzeugt, hat der Teaser eine Chance, gelesen zu werden. Bei der Wahl der Bilder sollten Stockfotos vermieden werden. Aufmerksamkeitsstark hingegen ist Bewegtbild, also GIFs, Videos und seit neuestem auch Live-Videos. Diese sind vor allem deshalb so wertvoll, weil Follower eine Benachrichtigung erhalten, sobald die Übertragung beginnt.

Wichtig ist, dass die Beiträge trotz aller Varianz wiedererkennbar sind und einem einheitlichen Kanal- oder Kategorieduktus folgen.

Twitter: #280Zeichen und #Videos

Twitter begrenzt die Zeichenanzahl bekanntlich auf 280 Zeichen. Das macht es wichtig, knackig und pointiert zu schreiben und möglichst viel Information zu komprimieren. Das sollte jedoch nicht zu Lasten eines korrekten Satzbaus gehen. Fehler wirken unseriös auf das Publikum, auch wenn sie gewollt sind. Im Gegensatz zu Facebook ist das Siezen auf Twitter üblich und Hashtags sollten unbedingt verwendet werden, da sie Sichtbarkeit und Reichweite begünstigen.

Instagram: Produkte in der Hauptrolle

Auch auf Instagram sind Hashtags ein absoluter Reichweiten-Magnet. Diese dürfen weder zu spezifisch, noch zu generisch sein. Denn der Hashtag soll zwar ein gewisses Suchvolumen aufweisen, jedoch nur soviel, dass unter ihm der eigene Post noch unter „Beliebte Beiträge“ gelistet ist. Von sich selbst sagt Instagram, es sei ein Netzwerk für das Teilen der Augenblicke der Welt. Generisches Stockmaterial sollte also vermieden werden. Im OTC-Bereich können Social Media Manager dafür viel mit eigenen Produkten spielen und diese in kleinen Fotoreihen Geschichten erzählen lassen.

Schematisch zum Ziel

Social Media Manager müssen sich auf die Anforderungen einzelner Kanäle einlassen. In diesem Rahmen sind der Kreativität dann aber keine Grenzen gesetzt. Neben den hier beschriebenen, technischen Funktionen, ist für den Erfolg auch die richtige Zusammensetzung des Contents und eine gut durchdachte Advertisingstrategie entscheidend.

 

Dieser Artikel ist Teil 2 der Reihe „How to get social“ des antwerpes Social Media Lab (www.zoocialmedia.de). Zu Teil 1 der Reihe geht es hier.

Als Teil der Unit Content & Relations konzentriert sich das Social Media Lab gemeinsam mit seinen Kunden auf Social Listening, Content Management, Social Media Advertising, Influencer Relations und 24h-Monitoring verschiedener Kanäle.