Learni und Cert
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Trendscout

Learntec 2018 – Die Zukunft digitaler Bildung

Medical Education ist ein äußerst gefragtes Thema in der Healthcare-Branche: Nicht nur, weil medizinisches Fachpersonal verpflichtet ist, sich stetig fortzubilden, sondern auch, weil die Angebote immer spitzer auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten sind. antwerpes war mit dem Konzept „Learnie & Cert – Wer nicht fragt, bleibt dumm“ im Januar mit den neuesten Trends auf der Learntec in Karlsruhe. Fazit: Um aus der Masse herauszustechen, dürfen moderne Lernmethoden wie Virtual Reality (VR), Chatbots und Voice-Anwendungen im Mix der bewährten Blended Learnings nicht fehlen.


 

Die Messehallen in Karlsruhe waren voll davon: VR wohin man blickt. Die Unterschiede in den Anwendungen waren allerdings gravierend. Scheinbar ist der Fortbildungsbranche klar, dass virtuelle Realität die Zukunft ist. Wie man sie sinnbringend einsetzt allerdings noch nicht. Zugegeben, wir in der Healthcare-Branche haben den Need vor Augen: VR hilft uns dabei komplexe medizinische und pharmakologische Zusammenhänge zu vermitteln, da wir virtuell in Gefilde vordringen können, die sonst nur in Operationen oder der Endoskopie erreichbar sind. Für die Learntec hat antwerpes eine VR-Anwendung entwickelt, die anhand eines anatomischen Körpermodells in Lebensgröße erkundet werden kann. Einzelne Körperteile lassen sich auswählen, heranzoomen, drehen, wenden und frei im Raum bewegen. Nimmt man z.B. den Torso „in die Hand“, kann man ihn in allen Einzelheiten betrachten, sei es nur das Knochengerüst, Muskeln, Venen oder das Lymphsystem. Angereichert wird das Ganze mit Texten, Bildern und Videos aus dem DocCheck-Portal.

Die Nachfrage am antwerpes-Stand war riesig und die Faszination „Virtueller Raum“ spürbar. Und das lag nicht nur an den Inhalten, sondern auch an der User Experience. Damit das VR-Erlebnis so intuitiv wie nur möglich ist, hat antwerpes die hochwertige HTC Vive mit einer Leap Motion ausgerüstet, die es möglich macht ein Hand Tracking in die Anwendung zu integrieren. So kann der User zur Navigation einfach seine eigenen Hände nutzen und hat ein realistisches Erlebnis im virtuellen Raum.

Organe Mensch

 

Medizinische Inhalte spielerisch vermitteln

Voice Anwendungen als Baustein medizinischer Fortbildung? Aber sicher! Ärzte, die mobil lernen möchten, finden mit Learnie einen Partner, der nicht nur die richtigen Fragen stellt, sondern auch die Antworten einfordert. Im Anschluss können Anweisungen für Nachschlagewerke oder Tipps für weitere passende Education-Angebote im Netz gegeben werden. antwerpes hat auf der Learntec einen Echo Lautsprecher mit einer Alexa Anwendung, wie man sie von Amazon kennt, verknüpft. Statt mit Alexa spricht man aber mit Learnie. Der antwerpes-Creat kennt die Antwort auf jede medizinische Frage, denn er ist direkt mit dem DocCheck Flexikon verknüpft.

Ein weiteres Tool aus dem antwerpes Innovationslab heißt MedMap. In Verbindung mit einem Smartphone oder einem sprechenden Stift wird eine Pappe mit Innenleben zu einem innovativen Lernwerkzeug. Medizinische Inhalte und Krankheitsbilder lassen sich damit einfach und spielerisch vermitteln. Die MedMap Touch ist mit einer App verknüpft und mit einem Bluetooth-Sender ausgestattet. So kann die scheinbar einfache Pappe durch Berührungen Reaktionen in der App auslösen. Eingebunden in beispielsweise ein Blended Learning, hebt sich die MedMap von bekannten Fortbildungs-Modulen ab und kann als vertiefende Maßnahme z.B. bei Präsenzworkshops installiert werden. Der Clou: Die dazugehörige App kann immer wieder mit neuen Inhalten gespeist, die Pappe muss aber nicht neu produziert werden.

Chatbots als Dozenten 2.0

Chatbots sind das Trendthema 2018. Inzwischen sind sie so gut, dass der User den Eindruck gewinnen kann, mit einer natürlichen Person zu chatten. Chatbots können in der Fortbildung ein ständiger Unterstützer sein, denn sie sind rund um die Uhr verfügbar, haben nie Urlaub, werden nie krank und lernen ständig dazu. Zudem kann ein Chatbot eine kleine Education-Maßnahme sein, die von den umfangreichen eLearnings abweicht. Auf einer indikations- oder produktbezogenen Website integriert, fungiert der Chatbot als kleiner Trainer am Rande. Hat man eine kurze Frage, springt er ein und schon ist der kleine Wissensdurst gestillt. Oder man dreht den Spieß um: Anstatt, dass ein Bot die Fragen beantwortet, kann er auch Fragen stellen und mit einem geringen Zeitaufwand das Wissen testen.

Same procedure as every year?

Trends, Trends, Trends. Gilt in der medizinischen Fortbildung also nur noch höher, schneller, weiter? Nein, auch wenn die oben genannten Highlights sicherlich die Trends in moderner Fortbildung sind, so ist ihr Einsatz immer genau abzuwägen. Gerade medizinische Fortbildung ist oftmals komplex und braucht auch klassische Maßnahmen, um optimal transportiert zu werden. Präsenzworkshops, Webinare und E-Learnings sind weiterhin Teil eines Blended Learning. Die beschriebenen Trends transportieren das Image des ausrichtenden Unternehmens als Innovationstreiber.