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Good old … England

Die letzte Geschäftsreise des Jahres 2011 ging in der vergangenen Woche nach Großbritannien. Nun muss man wissen, dass ich ein absoluter U.K.-Fan bin. Na gut, eigentlich muss man es nicht wissen, aber mein Gefühlszustand am Tag der Abreise kann durchaus als „freudig erregt“ bezeichnet werden. Der Trip hatte zudem zwei Besonderheiten, die ihn zu einem speziellen Erlebnis machen sollten: Erstens war ich eigentlich schon im Weihnachtsurlaub und daher nicht in die letzten Vorbereitungen des Termins eingebunden. Und zweitens flogen meine beiden Kollegen nicht mit mir von Köln sondern von Berlin aus nach London.

In Heathrow angekommen, suchte ich zunächst nach dem Schild, das unseren Shuttle-Service anzeigen sollte. Nichts zu sehen. Dann prüfte ich auf der Anzeigentafel, wann der Flieger aus Berlin landet. Kein Flieger zur geplanten Zeit. Merkwürdig, aber wofür hat man ein Handy. Nachdem mir unser Frontoffice bestätigt hat, dass es den Flieger aus Berlin gibt und er demnächst landen müsste, suchte ich beruhigt M&S auf und versorgte mich mit Wasser und einem Sandwich. Kaum hatte ich genüsslich in das Sandwich gebissen, fiel mir ein Mann mit Schild ins Auge. Da war der Shuttle-Fahrer. Ich gab mich zu erkennen und erzählte ihm, dass meine Kollegen auch gleich ankommen müssten. Es folgte eine Konversation, die sicherlich auch für Außenstehende sehr merkwürdig klang. Ich bin immer noch überzeugt, dass mein Gesprächspartner kein Englisch gesprochen hat. Dementsprechend lange dauerte es, bis mir klar wurde, dass ein zweiter Fahrer am anderen Terminal auf meine Kollegen wartete.

Noch leicht verwirrt von dem „Gespräch“ setzte ich mich also in das Auto und los ging die Fahrt. Per Telefon koordinierte ich mich mit meinen Kollegen, denn eigentlich wollten wir uns während der Fahrt noch zur Präsentation abstimmen und die Folien finalisieren. Aber wir hatten ja genug Zeit und würden das vor Ort in der Lobby erledigen. Oder auch nicht… Denn ich erhielt einen Anruf von Moritz, der mir mitteilte, dass die Kunden bereits seit 45 Minuten auf uns warteten. Jetzt war ich vollkommen irritiert. Wie konnte das Meeting um 1 Uhr starten, wenn unsere Flieger erst gegen 1.30 Uhr landen? Der Kunde hatte sowohl die Flüge gebucht als auch den Termin koordiniert. Irgendetwas war da schief gelaufen. Aber das ließ sich ja jetzt nicht mehr ändern. Meine Fahrt würde nur noch ca. 10 Minuten dauern – ich war also fast da. Meine Kollegen stauten sich allerdings noch am Flughafen bei der Passkontrolle. Und das mit unserem Laptop… und der Präsentation.

Normalerweise habe ich immer eine BackUp-Präsentation auf dem USB-Stick dabei – aber normalerweise fliege ich auch nicht im Urlaub zu einem Kundentermin. Beim Kunden angekommen, hieß es also improvisieren. Und glaubt mir, ohne irgendwelche Hilfsmittel zu präsentieren, ist sehr ungewöhnlich. Zum Glück waren die Kunden extrem nett und aufgeschlossen – zudem natürlich typisch britisch höflich. Es war eigentlich eine tolle Atmosphäre und wir haben viel gelacht. Als meine Kollegen ankamen, sind wir noch kurz durch die Präsentation gehetzt und dann musste die erste Meeting-Teilnehmerin auch schon weg.

Ich hoffe, wir konnten trotz ungewöhnlicher Vorstellung unser Leistungsspektrum angemessen verdeutlichen. Mal sehen, welches Feedback uns im kommenden Jahr erwartet. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wieder nach England zu reisen. Always a thrill of joy ?